Eines Morgens entdeckte Mia auf ihrer Fensterbank glitzernde Hufspuren. Sie funkelten wie winzige Sterne im Sonnenlicht. Neugierig öffnete Mia das Fenster ganz vorsichtig. Draußen saß ein kleines Einhorn und zitterte leise. Seine Mähne war nur noch halb so bunt.„Oh nein“, flüsterte Mia und kniete sich hin. Das Einhorn sah sie mit großen Augen an. Ein Windstoß hatte seine Regenbogenmähne fortgeweht, bis hinüber zum Stadtpark. Genau da klingelte Lola an der Tür. Mia winkte sie schnell herein. „Komm mit“, sagte sie. „Heute wartet ein echtes Zauberabenteuer auf uns.
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Eines Morgens entdeckte Mia auf ihrer Fensterbank glitzernde Hufspuren. Sie funkelten wie winzige Sterne im Sonnenlicht. Neugierig öffnete Mia das Fenster ganz vorsichtig. Draußen saß ein kleines Einhorn und zitterte leise. Seine Mähne war nur noch halb so bunt.„Oh nein“, flüsterte Mia und kniete sich hin. Das Einhorn sah sie mit großen Augen an. Ein Windstoß hatte seine Regenbogenmähne fortgeweht, bis hinüber zum Stadtpark. Genau da klingelte Lola an der Tür. Mia winkte sie schnell herein. „Komm mit“, sagte sie. „Heute wartet ein echtes Zauberabenteuer auf uns.
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Im Stadtpark tanzten bunte Funken zwischen den Bäumen. Mia entdeckte die erste Haarsträhne in einer offenen Seerosenblüte. Vorsichtig hob sie sie heraus, und sofort leuchtete das Rosa heller. Lola zeigte nach oben. Auf einem roten Drachen vom Spielplatz flatterte die nächste Strähne wie ein kleines Fähnchen. Gemeinsam kletterten sie hinauf und fingen das orange Licht.Dann führte eine glitzernde Spur bis nach Hause zurück. Im Wäschekorb von Rahel steckte zwischen den Handtüchern ein grüner Schimmer. „Da ist noch eine“, rief Mia froh. Das Einhorn bekam schon wieder mehr Farbe. Doch plötzlich blieb es vor dem alten Musikpavillon stehen. Hoch unter dem Dach funkelte die letzte, blaue Strähne.
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Die blaue Strähne hing viel zu hoch. Mia sprang, doch sie kam nicht heran. Lola legte ihre Hand in Mias. „Echte Freundinnen schaffen das zusammen“, sagte sie mutig. Da stellte sich Mia auf die Bank, und Lola hielt sie fest. Gemeinsam reichten sie einander Mut wie ein unsichtbares Seil.Endlich streifte Mias Fingerspitze das blaue Leuchten. Die Strähne löste sich und wirbelte sanft herab. Kaum legte Mia sie dem Einhorn auf die Mähne, floss der ganze Regenbogen zurück. Rot, Orange, Grün und Blau funkelten heller als zuvor.Das Einhorn stupste Mia und Lola dankbar an. Dann trabte es zur Fensterbank, glitzerte einmal im Abendlicht und verschwand. Nur eine schimmernde Hufspur blieb zurück. Mia lächelte. Manche Zauber finden nur Freundinnen gemeinsam.
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Am nächsten Morgen glitzerte die Hufspur noch immer silbern. Mia und Lola legten ihre Hände daneben und staunten. Da stieg ein feiner Regenbogennebel auf. Mitten darin erschien ein einzelnes, blaues Haar. Es teilte sich in zwei schmale Bänder und schlang sich sanft um ihre Handgelenke.„Für echte Freundinnen“, flüsterte Mia. Die Bänder wurden zu kleinen, funkelnden Armbändern. Genau in diesem Moment öffnete Rahel das Fenster und lächelte warm. Über dem Stadtpark blitzte ein heller Regenbogen auf, obwohl keine Wolke am Himmel stand. Mia wusste sofort: Das Einhorn war nicht fort. Es würde immer den Weg zu Freundschaft und Mut finden.
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In der Nacht wurden die Armbänder plötzlich warm. Mia setzte sich auf und sah, wie kleine Farbfunken zur Fensterbank hüpften. Auch Lola war schon wach und stand unten vor der Tür. Als Mia öffnete, schwebte vor ihnen ein winziger Regenbogen aus Licht. Er bog sich wie eine Brücke bis zum Stadtpark.Dort wartete das kleine Einhorn im Morgennebel. Seine Mähne glänzte nun noch heller als zuvor. Es senkte den Kopf, und aus den Armbändern lösten sich zwei blaue Sterne. Sie stiegen zur Mähne hinauf und wurden zu einem neuen, funkelnden Band. „Das ist unser Freundschaftszauber“, sagte Lola leise.Das Einhorn wieherte sanft und lief davon. Doch über den Graswegen blieben bunte Spuren zurück, damit Mia und Lola den Zauber nie vergessen würden.