Verwendete Bilder
Als Luca nachts in seinem eigenen Bett aufwacht, wirkt es plötzlich riesig: Der Stuhl malt einen langen Schatten, die geschlossene Tür ist ganz still, und auf dem Flur knackt das Holz. Oma Marie nimmt seine Angst ernst und schaut mit ihm nach – unter dem Bett, am Stuhl und an der Tür –, bevor Luca selbst das Nachtlicht anschaltet, Momo ans Kopfende setzt und die Tür einen Spalt offen lässt. Marie sitzt einmal auf dem Flur, während Luca zum Wiedereinschlafen drei vertraute Dinge in seinem Zimmer nennt und mit dem kleinen Licht draußen die Augen schließt.
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Luca wachte mitten in der Nacht auf. Sein Bett fühlte sich plötzlich groß an, fast wie ein Boot im Dunkeln. Der Stuhl in der Ecke warf einen langen Schatten an die Wand. Die Tür war geschlossen und still. Doch draußen auf dem Flur knackte das Holz leise. Luca zog die Decke bis zum Kinn. Sein Herz klopfte schneller. Er lauschte in die Dunkelheit und blinzelte zum Stuhl. War dort eben etwas gewesen? Das Zimmer sah aus wie immer. Trotzdem fühlte es sich ganz anders an. Leise rief Luca nach Marie. Schon hörte er ihre ruhigen Schritte näher kommen.
Luca wachte mitten in der Nacht auf. Sein Bett fühlte sich plötzlich groß an, fast wie ein Boot im Dunkeln. Der Stuhl in der Ecke warf einen langen Schatten an die Wand. Die Tür war geschlossen und still. Doch draußen auf dem Flur knackte das Holz leise. Luca zog die Decke bis zum Kinn. Sein Herz klopfte schneller. Er lauschte in die Dunkelheit und blinzelte zum Stuhl. War dort eben etwas gewesen? Das Zimmer sah aus wie immer. Trotzdem fühlte es sich ganz anders an. Leise rief Luca nach Marie. Schon hörte er ihre ruhigen Schritte näher kommen.
Marie öffnete leise die Tür und setzte sich zu Luca. „Komm, wir schauen zusammen nach“, sagte sie ruhig. Erst blickten sie unter das Bett. Dort lagen nur Staubflusen und ein verlorener Socken. Dann gingen sie zum Stuhl. Der lange Schatten kam bloß vom Mondlicht am Fenster. Gemeinsam sahen sie zur Tür und auf den Flur. Wieder knackte das Holz, doch Marie lächelte. „Das Haus spricht manchmal im Schlaf“, flüsterte sie. Luca atmete etwas tiefer ein. Die Angst war noch da, aber nicht mehr ganz so groß. Vorsichtig stand er auf und machte einen kleinen Schritt zur Tür.
Luca streckte die Hand aus und schaltete das Nachtlicht an. Sofort lag ein warmer, kleiner Schein im Zimmer. Er setzte Momo ganz nah ans Kopfende und ließ die Tür einen Spalt offen. Draußen blieb ein heller Streifen auf dem Boden liegen. Marie setzte sich still auf den Flur, genau so, wie Luca es wollte. Wieder im Bett zog Luca die Decke glatt. Dann nannte er leise drei vertraute Dinge: sein Regal, den runden Teppich und Momo. Jedes Wort machte das Zimmer ein bisschen bekannter. Sein Herz klopfte nun langsamer. Mit dem kleinen Licht draußen schloss Luca die Augen. Das Haus knackte noch einmal. Diesmal klang es fast wie ein gutes Nachtlied.
Luca blieb noch einen Moment ganz still liegen. Der helle Streifen auf dem Boden sah nun freundlich aus. Er hörte Maries leises Atmen draußen im Flur. Da wusste Luca: Er war nicht allein. Noch einmal dachte er an sein Regal, den Teppich und Momo. Dann wurde sein Kopf langsam leicht wie eine Wolke. Das Knacken im Haus erschreckte ihn nicht mehr. Es klang jetzt wie alte Dielen, die sich im Schlaf drehten. Luca kuschelte sich tiefer ins Kissen und lächelte müde. Bald glitt er zurück in seinen Traum. Als der Morgen kam, fiel Sonne durch das Fenster. Der Stuhl war wieder nur ein Stuhl. Und Luca fühlte sich ein kleines Stück mutiger als gestern Nacht.
Beim Frühstück erzählte Luca von der Nacht. Er zeigte Marie den Stuhl und die Tür. Nun sah alles klein und normal aus. Trotzdem erinnerte er sich gut an das große Dunkel. Marie nickte und sagte: „Mut heißt nicht, nie Angst zu haben.“ Luca dachte lange über diesen Satz nach. Dann stellte er am Abend das Nachtlicht bereit. Momo bekam wieder seinen Platz am Kopfende. Bevor Luca ins Bett stieg, ließ er die Tür schon einen Spalt offen. Das machte ihn stolz. Als es später im Flur leise knackte, zuckte er kurz zusammen. Doch dann atmete er ruhig ein und nannte sein Regal, den Teppich und Momo. Diesmal fand er den Weg zurück in die Ruhe fast allein.
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