Verwendete Bilder
Als Mia das leere Körbchen am Fenster sieht, sagt Mama Rahel klar: Nino, das Meerschweinchen, ist tot – sein Körper lebt nicht mehr, und er kommt nicht wieder. Mia fragt: „Warum? Kommt er wieder? War es meine Schuld, weil ich gestern laut war?“, und Rahel antwortet ehrlich: „Nein, es war nicht deine Schuld“; zusammen erinnern sie sich an knisterndes Heu und daran, wie Nino an Mias Finger knabberte. Im Garten legen sie eine Distel und einen Stein mit Ninos Namen hin, während das Körbchen am Abend leer stehen bleibt und Mia eine Zeichnung von Nino hineinlegt – ohne ein neues Tier an diesem Tag.
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Mia blieb vor dem Fenster stehen. Dort stand Ninos Körbchen, ganz leer und still. Das Heu raschelte nicht mehr. Mia sah Mama Rahel an. Rahel kniete sich zu ihr und sagte leise, aber klar: „Nino ist tot. Sein Körper lebt nicht mehr, und er kommt nicht wieder.“ Mia schluckte und fragte: „Warum? Kommt er wieder? War es meine Schuld, weil ich gestern laut war?“ Rahel nahm Mias Hand. „Nein“, sagte sie ehrlich. „Es war nicht deine Schuld.“ Mia dachte an das knisternde Heu und daran, wie Nino manchmal sanft an ihrem Finger knabberte.
Mia blieb vor dem Fenster stehen. Dort stand Ninos Körbchen, ganz leer und still. Das Heu raschelte nicht mehr. Mia sah Mama Rahel an. Rahel kniete sich zu ihr und sagte leise, aber klar: „Nino ist tot. Sein Körper lebt nicht mehr, und er kommt nicht wieder.“ Mia schluckte und fragte: „Warum? Kommt er wieder? War es meine Schuld, weil ich gestern laut war?“ Rahel nahm Mias Hand. „Nein“, sagte sie ehrlich. „Es war nicht deine Schuld.“ Mia dachte an das knisternde Heu und daran, wie Nino manchmal sanft an ihrem Finger knabberte.
Zusammen gingen Mia und Rahel in den Garten. Die Luft war kühl, und die Erde roch dunkel. Mia trug eine Distel, vorsichtig wie einen Schatz. Rahel nahm einen glatten Stein und schrieb Ninos Namen darauf. Dann legten sie beides unter den kleinen Busch. Mia blieb still und sah lange hin. „Jetzt weiß ich, wo wir an ihn denken können“, sagte sie. Rahel nickte und drückte sanft ihre Hand. Ein Vogel sang im Zaun, und Mia hörte zu. Es tat noch weh, doch der Garten fühlte sich nicht mehr ganz so leer an.
Am Abend gingen Mia und Rahel wieder ins Haus. Das Körbchen stand noch immer am Fenster, leer und leise. Mia sah hinein und atmete tief aus. Dann holte sie Papier und malte Nino, rund und freundlich, mitten im knisternden Heu. Neben ihn zeichnete sie ihren Finger, ganz klein. Vorsichtig legte Mia das Bild in das Körbchen. „Dann ist etwas von mir bei ihm“, sagte sie. Rahel setzte sich neben sie. „Und etwas von Nino bleibt bei uns“, antwortete sie. Mia nickte langsam. Sie wünschte sich kein neues Tier an diesem Tag. Lieber wollte sie Nino noch ein bisschen vermissen und an ihn denken.
Später saßen Mia und Rahel am Fenster. Draußen wurde der Himmel langsam violett. Das Körbchen war noch leer, doch nicht mehr fremd. In ihm lag Mias Bild, und das machte Mia ruhiger. „Morgen können wir wieder in den Garten gehen“, sagte sie leise. Rahel nickte. „Und wir können von Nino erzählen.“ Mia dachte an sein leises Knabbern und lächelte kurz. Dann kamen wieder Tränen, aber sie erschrak nicht. Rahel blieb einfach neben ihr sitzen. So lernten beide an diesem Abend etwas Wichtiges: Vermissen tut weh, und trotzdem darf Liebe bleiben.
Am nächsten Morgen trug Mia das Bild zum Tisch. Das Papier war etwas wellig vom vielen Anschauen. Rahel stellte zwei Tassen Kakao hin und setzte sich zu ihr. Gemeinsam sahen sie Nino an, gemalt mit rundem Bauch und hellem Heu. „Er sieht fröhlich aus“, sagte Rahel. Mia strich über die Ecke des Blattes und nickte. Dann erzählte Mia eine neue Erinnerung. Einmal hatte Nino eine Distel fast größer als sein Kopf getragen. Rahel musste lachen, und Mia lachte mit. Das Lachen klang erst klein, dann mutiger. Als sie später in den Garten gingen, wirkte der Stein mit Ninos Namen warm in der Sonne. Mia merkte: Vermissen blieb da, aber schöne Erinnerungen konnten mitkommen.
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